Stadtportal München


München-Stadtportal

Die Alt-Münchner Wahr- und Denkzeichen

Vom Ursprung der Stadt München.

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des Herzogs. Er befahl ihm aber, den dritten Theil Gewinn an den Bischof von Freisingen zu bezahlen.

Als nun Heinrich Leo feiner Sache insoweit sicher und gewiß war, zogen sich immer mehr Menschen an den Ort mit der Brücke, und statt etlicher Hütten, welche in der Gegend der heutigen, oberen Kaufingergasse standen, wuchs eine ganze Ortschaft heran. Dieser verlieh er einen eigenen Gerichtsstand und später eine Pfarrei, und mit dem Allen wurde München zu einer rechten Stadt.

Wie sehr sich nun die Nachfolger des Freisinger Bischofes, der Adalbert und ein anderer Otto bemühten, München wieder seine Bedeutung zu nehmen, ja gar zu vernichten, so half doch Alles nichts mehr, sondern es kam immer mehr in Aufnahme und blühte fort und fort in guten und schlechten Zeiten, bis die Stadt, ihrer vielen schönen Kirchen und frommen Leute wegen, im vorigen Jahrhundert das „deutsche Rom" genannt wurde.

So war es mit dem Ursprung Münchens, das da schon in Mitte des zwölften Jahrhunderts entstand.

Bei alle dem verdienen die umliegenden Orte auch ihren Respekt. Denn zur selben Zeit geht schon die Rede von Ismaning, Brunnthal, Rammersdorf, Schleisheim, Neuhausen und Hohenschäftlarn; noch hundert Jahre früher von Forstenried, Berg und Kempfenhausen; wieder früher, im zehnten Säculum, von Feldmochingen, Perlach und Mosach; noch früher, im neunten, von Alling, Sendlingen und Pullach; gar im achten von Giesingen, Hessellohe, Menzing, Pasing und Bayerbrunn. Es handelt sich also da schon um das eigentliche Uralterthum. Am allerur-
 

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